Waren Sie schon mal auf dem Wietkiekenberg?

Waren Sie schon mal auf dem Wietkiekenberg?
Foto: U. Braun

Der „Gipfel“ des Wietkiekenbergs lädt zu einer entspannten Pause mit Picknick ein. Wer möchte, erklimmt die Aussichtsplattform auf dem Antennenturm und genießt einen fantastischen weiten Blick über den Schwielowsee.

Wandertipp für die Region Ferch-Lienewitz (Landkreis Potsdam-Mittelmark)

Der Wietkiekenberg ist mit 124,7 m über NHN die höchste Erhebung der Zauche und liegt zwischen dem Schwielowsee und den Lienewitzer Seen. Er lässt sich auf Waldwegen mit gemäßigten Anstiegen und einem gemütlichen Tempo leicht erwandern.

Warum also nicht mal einen Badeausflug mit einer Rundwanderung zu diesem Gipfel verbinden? Auf einer Familienwanderung sorgen knorrige Eichen, verschlungene Pfade und eigene Fantasie für Abwechslung. Schattige Wege in dem ausgedehnten Waldgebiet, ein gemütliches Wandertempo und ein gemäßigter Gipfelanstieg unterstützen den Wandergenuss für alle Generationen.

Der Wietkiekenberg – Die höchste Erhebung der Zauche

Der Wietkiekenberg im Ortsteil Ferch der Gemeinde Schwielowsee liegt im Landschaftsschutzgebiet Potsdamer Wald- und Seengebiet zwischen dem Schwielowsee und den Lienewitzer Seen. Auf dem Gipfel stand früher ein 30 Meter hoher Feuerwachturm. Er wurde 2012 durch einen 55 Meter hohen Antennenmast ersetzt. Eine gewinkelte Stahltreppe führt zur 22 Meter hoch liegenden, nachträglich angebauten, überdachten Aussichtsplattform.

Auf dieser Aussichtsplattform wird der Wietkiekenberg (wiet kieken = weit gucken/sehen) seinem Namen gerecht – über den Gipfeln der Kiefernwälder bietet sich eine weite Sicht über die Zauche.

Blick über die Wälder des Wietkiekenberges und den Schwielowsee
Ausblick über den Schwielowsee von der Aussichtsplattform auf dem Wietkiekenberg

Bei guter Sicht kann man in nördlicher Richtung bis Werder blicken, im Nord-Osten erkennt man Potsdam, den Fernmeldeturm auf dem Schäferberg, weiter östlich den Berliner Fernsehturm auf dem Alexanderplatz, im Westen Beelitz Heilstätten und in Richtung Westen die Gegend um Kloster Lehnin.

Die Zauche

Zwischen dem Havelland und dem Fläming erstreckt sich die „Zauche“. Der Name stammt aus dem Slawischen und bedeutet so viel wie trockenes Land. „Zauche“ ist auch die Bezeichnung für die sandige geologische Hochfläche, die sich südlich der Havel zwischen Brandenburg und Potsdam erstreckt. Ihre Prägung erhielt die Landschaft während der letzten Eiszeit vor rund 20.000 Jahren. Der Wietkiekenberg liegt im nordöstlichen Endmoränenzug der Zauche.

Streckenverlauf

Start an der Wanderinfotafel am Bahnhof Ferch-Lienewitz

Wir wandern auf dem weiß-blau-weiß markierten Europawanderweg E 11, der uns vom Bahnhof über die Gleise in ein Waldgebiet führt. Wir halten uns rechts und gehen zunächst parallel zur Bahnlinie. An einer Weggabelung mit mehreren Hinweisschildern könnten wir auf kurzem Weg zum Wietkiekenberg aufsteigen; wir verlassen jedoch die weiß-blau-weiße Markierung und folgen leicht bergauf dem grünen Punkt auf weißem Untergrund mit der Ausschilderung „Ferch 1,9 km“.

An der nächsten Abzweigung trennen wir uns von dem grünen Punkt und schwenken in einen relativ breit ausgebauten Weg nach links ein. An einem dicken Baumstamm auf der rechten Wegeseite ist vielleicht noch ein aufgemalter orangefarbener Pfeil zu erkennen, der nach links weist.

Auf dem Hute-Eichenweg

alte ca. 200 Jahre alte Hute-Eiche
Hute-Eiche

Wir steigen weiter bergauf und entdecken zwischen Kiefernstangenforsten mehrere mehr als 200 Jahre alte Eichen mit beträchtlichem Stammumfang und einem beeindruckenden Erscheinungsbild, es sind alte Hute-Eichen. Wir treffen wieder auf die weiß-blau-weiße Markierung und folgen dieser geradeaus. An der nächsten Möglichkeit biegen wir nach rechts ab und „bezwingen“ die letzten Höhenmeter bis zum „Gipfel“ des Wietkiekenbergs. Nach wenigen Schritten können wir bereits den Antennenmast mit der Aussichtsplattform erblicken.

Ausblick von der Aussichtsplattform

Informationstafeln mit Erläuterungen auf der Aussichtsplattform auf dem Wietkiekenberg
Auf der Aussichtsplattform Wietkiekenberg

Wer möchte, steigt die Treppenstufen zur Aussichtsplattform hinauf und genießt einen fantastischen weiten Blick über das Havelseengebiet. Bei guter Sicht ist sogar der Berliner Fernsehturm auf dem Alexanderplatz zu erkennen. Nach einer gemütlichen Rast geht es zunächst auf gleichem Weg bis zur Abzweigung zurück, wo wir uns nun nach rechts wenden. In leichten Kurven führt uns der Weg nun durch lichten Wald beständig bergab.

Rastmöglichkeiten auf dem Gipfel

Zurück zum Ausgangspunkt

An der nächsten Weggabelung drehen wir nach links ab, um gleich darauf wieder rechts einzuschwenken. Nun sind es nur noch wenige hundert Meter und der Ausgangspunkt mit dem Bahnhof Ferch-Lienewietz ist erreicht.

Waldweg
Waldweg auf dem Wietkiekenberg

Mein Tipp

Im Sommer die Rundwanderung mit einem Badeausflug an den kleinen Lienewitzsee oder an den Schwielowsee, z.B. in das Strandbad Ferch, verbinden.

Hinweis

Die Regionalbahn RB 23 zwischen Potsdam und Michendorf fährt am Wochenende meist nur im Zweistundentakt (Stand Juli 2019).

Informationen zur „Rundwanderung Wietkiekenberg“

 Tourdaten – kurz vorgestellt 

 Region: Fläming (Land Brandenburg)
Start- und Zielpunkt: Bahnhof Ferch-Lienewitz
Anfahrt mit ÖPNV: Regionalbahn RB 23 bis Bahnhof Ferch-Lienewitz
Pkw-Parkplatz: Parkplätze am Bahnhof Ferch-Lienewitz
Streckenlänge: ca. 4 Kilometer, Rundweg
Dauer der Wanderung: ca. 1:30 Std.
Streckenführung: Bahnhof Ferch-Lienewitz, Wietkiekenberg, Bahnhof Ferch-Lienewitz
Wegebeschaffenheit: Pfade, Waldwege
Einkehrmöglichkeiten: keine 

Karte und GPX-Daten

Eine Karte mit der Route und den GPX-Daten zum Nachwandern gibt es bei outdooractive.de auf folgender Seite Rundwanderung zur Aussichtsplattform auf dem Wietkiekenberg

Karte zum Ansehen: http://out.ac/ddSlr

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